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Franz Schaffner (links) mit einigen anderen Mitwirkenden am 6. Luzerner Orgelspaziergang

«Die Orgel von einer unbekannten oder ungewohnten Seite zeigen»

14. August 2019 Von: Interview: Daniel Lay

Jesuitenkirche, Matthäuskirche und Hofkirche: So heissen in diesem Jahr die Stationen des Orgelspaziergangs. Franz Schaffner, Koordinator Kirchenmusik und Organisator des Orgelspaziergangs, beantwortet im Interview die wichtigsten Fragen zu diesem musikalischen Anlass, der dieses Jahr zum 6. Mal stattfindet.

Am Samstag, 17. August findet der 6. Luzerner Orgelspaziergang statt. Was hat sich seit der Premiere im Jahr 2014 verändert? Und was ist gleich geblieben?
Franz Schaffner: Die Zeiten haben sich der Praxis angepasst und scheinen sich nun eingepegelt zu haben. Die Kirchen wechseln teilweise, vor allem die Themen werden jährlich neu festgelegt. Die Wanderleiter wechselten bisher nicht oft, dieses Jahr ist es eine Leiterin. 

Wie kam es damals zum 1. Luzerner Orgelspaziergang? Was ist die Idee hinter dem Orgelspaziergang?
Die Idee kam von den Organisten, an bewährten Beispielen von Bern und Zürich wurde Mass genommen. Die Zuhörerinnen und Zuhörer sollen in den Genuss von Orgelmusik kommen, die sonst in liturgischen Abläufen kaum zu hören ist. Ebenso sollen die Spielenden die Möglichkeit haben, Orgel- oder bearbeitete Literatur zu spielen, für welche der passende Rahmen nicht immer gegeben ist.

Was unterscheidet den Orgelspaziergang von einem «normalen» Orgelkonzert in einer Kirche?
Es spielen mehrere Musiker in einer Kirche, die Programmpunkte müssen nicht zwingend aufeinander abgestimmt sein. Jede Organistin, jeder Organist wählt seine Vorlieben, welche zum Thema passend scheinen.

An welches Publikum richtet sich der Orgelspaziergang?
Der Orgelspaziergang ist für ein sehr breites Publikum gedacht, auch für Menschen, welche nicht regelmässig Gottesdienste besuchen. Die Orgel soll sich als Instrument von einer eher unbekannten oder ungewohnten Seite zeigen: «Aha, das kann die Orgel auch noch!?»

Was hat es mit der Wanderleitung – diesmal durch Li Hangartner – auf sich? Welche Funktion erfüllt die Wanderleitung?
Die Wanderleitung führt äusserlich die Zuhörer von Kirche zu Kirche, moderiert den Ablauf. Wichtig sind auch die Wortelemente der Wanderleitenden, welche verbindende Funktion zwischen den Orgelwerken einnehmen, sei es meditativ oder illustrativ.

Was war Ihr Höhepunkt der bisherigen Ausgaben des Luzerner Orgelspaziergangs?
Das ist schwer auf einen Punkt zu bringen. Die bisherigen Spaziergänge waren – schon wegen der Themen – so verschiedenartig, dass ich sie nicht hierarchisieren kann. Aus den ersten haben wir gelernt, wie es noch besser werden könnte. Vor allem der Spaziergang von 2018 war ideal, weil das Timing so gut ablief.

Worauf freuen Sie sich im Zusammenhang mit dem 6. Luzerner Orgelspaziergang?
Auf die Programme. Das Thema «…typisch» ist so vielgefächert, dass beinahe alles darin Platz hat: Typisch für diesen Stil, typisch für dieses Land, diesen Komponisten, typisch für diese Organistin, diesen Organisten.


6. Luzerner Orgelspaziergang

Samstag, 17. August, Treffpunkt: 17.00 Jesuitenkirche
weitere Informationen in der Agenda

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