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«Swissness» wird am Pfingstklänge-Festival gross geschrieben: Shem Thomas bei seinem Auftritt 2018.

«Eigentlich habe ich jedes Jahr meine Favoriten einladen können.»

4. Juni 2019 Von: Daniel Lay

An Pfingsten findet bereits zum 6. Mal das Pfingstklänge-Festival um und in der Johanneskirche statt. Mark Steffen vom Organisationsteam verrät im Interview, welche Neuerungen für dieses Jahr geplant sind und welche Band er gerne einmal einladen würde.

Was hat sich seit dem ersten Pfingstklänge-Festival vor 6 Jahren verändert?
Mark Steffen: Das Festival verändert sich jedes Jahr. Neue Künstler kommen dazu, die Zeiten werden ein bisschen angepasst, Vereine aus dem Quartier sind aktiv dabei. Wir werten jeweils das vergangene Jahr aus, um zu sehen, wo wir uns auf das neue Jahr hin «hoffentlich» verbessern können.
Sicherlich achte ich vermehrt darauf, dass wir Musik aus verschiedenen Stilrichtungen haben: Einfache verständliche «Pop»-Musik, wobei ich das auf keinen Fall negativ wertend meine, und klangexperimentelle und herausfordernde Musik gemischt an einem Abend.
Das Publikum soll geniessen können, darf aber auch Neues und Aussergewöhnliches kennen lernen. Der Klang der Instrumente und der Stimmen in Verbindung mit dem grossen Raum der Johanneskirche macht das «Einzigartige» aus.

Was ist gleich geblieben?
Die Pfingstklänge sollen für alle Menschen etwas dabei haben. Daher auch «nur» Kollekte. Ein Eintrittspreis soll für Kulturgenuss kein Hindernis sein.

Ihr persönliches Highlight der letzten sechs Ausgaben?
Eigentlich möchte ich keine Künstlerin oder keinen Künstler bevorzugen. Ich behandle alle mit demselben Respekt – egal ob in den Top-Ten oder Newcomer. Aber Stephan Eicher an meinem Geburtstag – das Pfingstklänge-Festival 2018 fand an meinem Geburtstag statt – persönlich begrüssen zu dürfen, ist schon etwas Spezielles.

Wie schaffen Sie es immer wieder auch bekannte Künstler wie Vera Kaa, Stephan Eicher oder in diesem Jahr Heidi Happy zu verpflichten
Da ich selbst Musiker bin, weiss ich, was Musikerinnen und Musiker sich so wünschen. Oder besser gesagt, wenn ich irgendwo ein Konzert gebe, möchte ich so behandelt werden, wie wir die Musikerinnen und Musiker an den Pfingstklänge behandeln. Nicht extravagant, aber ehrlich!
Ich suche mir immer sympathische Musikerinnen und Musiker aus, von denen ich weiss, dass sie sich auch in einer Kirche wohlfühlen. Oft möchte (bezeigungsweise verlange) ich auch, dass sie nicht einfach ein 0815-Programm spielen, sondern ihr Programm den akustischen Verhältnissen der Johanneskirche anpassen. Auch ein Zusammenspiel der Künstlerinnen und Künstler ist gewünscht. Dieses Jahr mit Heidi Happy und einem Teil des Chameleon Orchestra.

Welche Band beziehungsweise welche Musikerin/welcher Musiker wäre Ihre Traumbesetzung für das Pfingstklänge-Festival?
Das ist eine coole Frage. Eigentlich habe ich jedes Jahr meine Favoriten einladen können. Aber einfach mal aus dem Bauch heraus! Okay! Da ich der Meinung bin, dass wir in der Schweiz viele gute Musikerinnen und Musiker haben, achte ich möglichst auf «Swissness». Starten würde ich mit Yello im Innenhof, danach Eluveitie in der Johanneskirche und dann als krönender Abschluss Pink Floyd mit Roger Waters und David Gilmour auf dem Dach der Johanneskirche, welche «The Wall» der Kirche(n) für neue «Kultur- und Kunstideen» öffnen. Am Schluss des Konzerts treffen alle Musikerinnen und Musiker auf der Bühne zusammen und singen nur einen anhaltenden Ton. Jeder den Ton, der sich gerade in ihm befindet und der raus muss = Schlussklang.

Weitere Infos

www.pfingstklaenge.ch

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