Katholische Kirche Stadt Luzern  /  Schaufenster

Schaufenster

Klimaschutz-Graffiti an Liegenschaft der Katholischen Kirche Stadt Luzern

19. Februar 2021 Von: dl/mm

Im Rahmen der Klimaschutz-Kampagne «Wir leben Klimaschutz» der Stadt Luzern entsteht an der Fassade des Gebäudes am Kauffmannweg 11 ein Klimaschutz-Graffiti. Für die Katholische Kirche Stadt Luzern als Liegenschaftenbesitzerin war schnell klar, dass sie das Projekt unterstützt, setzt sie sich doch schon lange für die «Bewahrung der Schöpfung» ein.

«Für die Katholische Kirche Stadt Luzern sind Klima- und Umweltschutz zentrale Anliegen. Unter dem Stichwort ‹Bewahrung der Schöpfung› setzen wir uns schon seit Jahrzehnten dafür ein», sagt Karin Weber, Fachbereichsleiterin Nachhaltige Entwicklung. Als die Stadt Luzern im Rahmen der Kampagne «Wir leben Klimaschutz» anfragte, ob die Fassade der Liegenschaft am Kauffmannweg 11, welche der Katholischen Kirche Stadt Luzern gehört, durch ein Street-Art-Projekt zu diesem Thema aufwerten werden kann, war für sie sofort klar: «Sehr gerne stellen wir eine Wand für dieses inspirierende Kunstwerk zur Verfügung.» Die Katholischen Kirche Stadt Luzern stellt deshalb die 21 Meter hohe Wand unentgeltlich zur Verfügung und unterstützt das Projekt ideell.

Pinguin und Glace als Wettbewerbssieger

Das Motiv beziehungsweise die Künstler, welche die Wand gestalten sollen, wurden mit einem Wettbewerb gesucht: Daraus gingen die bekannten Tessiner Street-Art-Künstler Nevercrew als Sieger hervor.

Ihr Raketen-Glace symbolisiert einerseits den Entdeckungsdrang der Menschheit. Die alte Feuertreppe wird als Startrampe treffend ins Bild integriert. Die Rakete ist aber auch eine Glace aus Eis, welche als Folge der vom Menschen verursachten Aktivitäten schmilzt. Der Eroberungsdrang der Menschheit wird in Frage gestellt. Die Natur stellen Nevercrew verwundbar dar, dem Menschen ausgeliefert: Die Tierwelt wird auf einen winzigen Teil des Bildes zurückgedrängt. Das Feuer am Stiel der Raketen-Glace gefährdet den letzten Lebensraum der Pinguine. Das brennende Streichholz löst den Impuls aus, die Flamme ausblasen zu wollen und konfrontiert einen mit der eigenen Verantwortung in der Klimakrise.

Jurymitglied und Street-Art-Experte David «Chromeo» Kümin hat am Siegerprojekt überzeugt, dass es den beiden Künstlern gelingt, «einen thematisch sehr schweren Inhalt kritisch und zugleich charmant in die Sprache der Street-Art zu übersetzen und auf den Punkt zu bringen.»

Zurzeit läuft das Bewilligungsverfahren, das Werk soll im Frühsommer 2021 realisiert werden. Die Umsetzung dauert ein bis zwei Wochen. Das Wandbild bleibt solange bestehen, bis die Katholische Kirche das Gebäude einer neuen Nutzung zuführt.

Der Browser, den Sie benutzen, ist stark veraltet. Er besitzt bekannte Sicherheitsschwachstellen und bietet nur begrenzten Komfort. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser hier.