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Lichtblick Foto: Christian Schmitt, www.pfarrbriefservice.de

Leuchtzeichen Gottes

27. Oktober 2021 Von: Rafal Lupa

Am 1. November ist Allerheiligen. Wir denken an Heilige, die unser Leben inspirieren können.

Heilige oder selige Menschen, egal ob wir sie in den Heiligenkalendern finden oder nicht, sind für viele von uns Lichtgestalten. Sie sind «Leuchtzeichen Gottes» in unserer Welt. So ist für mich und für viele von Menschen Mutter Teresa so eine Lichtgestalt, ein Leuchtzeichen der Nächstenliebe. Zu den Lieblingsgebeten von Mutter Teresa gehörte ein Gebet des vor zwei Jahren heiliggesprochenen John Henry Newman: «Jesus, strahle durch uns und sei so in uns, dass jeder Mensch, dem wir begegnen, deine Gegenwart in unseren Seelen spürt. Du bist es, der anderen durch uns leuchtet».

Eine Lichtgestalt der Nächstenliebe

Und doch fühlte Mutter Teresa in sich oft eine tiefe Dunkelheit. In einem Brief von 1985 schreibt sie: «Wenn ich meinen Mund aufmache, um zu Schwestern von Gott und Gottes Werk zu sprechen, gibt es ihnen Licht, Freude und Mut. Doch ich selbst bekomme nichts davon. In mir ist alles dunkel und ein Gefühl, dass ich von Gott total abgeschnitten bin.» Und doch war sie und ist weiterhin für Millionen von Menschen ein Leuchtturm des Glaubens und eine Lichtgestalt der Nächstenliebe. Woher kommt ihre Leuchtkraft?

Eine Heilige der Dunkelheit?

Vielleicht trieb sie gerade dieses Gefühl der inneren Dunkelheit auf die Seite der Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens standen?

Vielleicht lässt sie ihre Leuchtkraft für Menschen umso mehr aufscheinen und wirkt anziehend, weil sie spüren: Auch diese Frau hat gekannt, was Dunkelheit ist.

Auf die Frage eines Journalisten, ob sie eine Heilige sei, hat Mutter Teresa einmal geantwortet: «Wenn ich jemals eine Heilige werde - dann ganz gewiss eine Heilige der Dunkelheit. Ich werde fortwährend im Himmel fehlen - um für jene ein Licht anzuzünden, die auf Erden in Dunkelheit leben.»

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