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«living stones» - lebendige Steine, lebendiges Treffen: Bildungscamp in Zürich

14. Mai 2019

Zeitgenössische Kunst in Verbindung mit Spiritualität – dies war die Klammer des diesjährigen Bildungscamps von «living stones», das erstmals in der Schweiz stattfand: Am ersten Mai-Wochenende trafen sich junge Frauen und Männer aus 15 Ländern in Zürich.

Ob versierte «Living Stoner» mit Erfahrung in Kirchenführungen, Einsteiger aus Kiew und Chicago oder gänzlich Neulinge: Das viertägige Zürcher Treffen mit 120 jungen Frauen und Männern aus 15 Nationen entwickelte bald einmal eine ganz eigene Dynamik. Alle Beteiligten mitgezählt, trafen sich 140 Menschen in und um die Stadtzürcher Liebfrauenkirche. Beim Reden und Essen, Zuhören und Beten wuchs die Gruppe zusammen. Hatten die Organisatoren zu Beginn noch Bedenken wegen der eher knappen Räumlichkeiten im Pfarreizentrum, zeigte sich, dass dies für die Vertrautheit der jungen Leute mit ihrem Akzent auf Bescheidenheit durchaus förderlich war.

«living stones», «lebendige Steine», sind besondere Kirchenführungen: Junge Guides begleiten Gäste auf kunstgeschichtlich-spirituellen Touren. Kunstsachverstand ist für die Guides denn auch unerlässlich. In Zürich stand die zeitgenössische Kunst im Fokus. Für Impulse sorgten Fachleute mit Vorträgen, Workshops und Exkursionen ins nahe Grossmünster, Fraumünster und Kunsthaus, wo Polke, Chagall, Mondrian und Beuys anhand von Orginialwerken studiert werden konnten. Grosse Beachtung fand zudem die Performance einer Tänzerin und zweier Tänzer des Zürcher Opernhaus-Balletts. Sie drückten im Tanz aus, was auch moderne Künstler als Thema immer wieder aufgreifen: die Verletzlichkeit, Vergänglichkeit des Menschen – seine persönliche Wunde, die durch Gottes Präsenz in der Stille heilen kann.

Für die geistliche Begleitung während der vier Tage waren die Patres Andreas Schalbetter SJ, Studierendenseelsorger in Luzern, und Jean-Paul Hernández SJ verantwortlich. Hernández (im Gruppenbild links) war massgeblich bei der Gründung von Living Stones 2008 beteiligt. Der Sohn spanischer Eltern wuchs in Biel/Bienne auf, studierte in Fribourg und trat in Italien in den Jesuitenorden ein. In Zürich freute ihn besonders, miterleben zu können, wie sein Pflänzchen in all den Jahren zu einer Bewegung angewachsen ist. Mittlerweile führen 300 «Living Stoner» in 30 Städten durch die schönsten Sakralbauten Europas - in der Schweiz durch die Jesuitenkirche in Luzern, die Kathedrale in Fribourg und den Dom in St. Gallen. 

Norbert Bischofberger, Redaktionsleiter der Sternstunden des Schweizer Fernsehens, hat den «Living Stoner» Benjamin Ackermann durch den Dom von St. Gallen begleitet – jene Kirche, wo Bischofberger einst Ministrant war und die heute mit persönlich gefärbten, spirituellen Kirchenführungen neue Wege geht, um Besucherinnen und Besucher anzusprechen. Und Vera Rüttimann, Journalistin für kath.ch, berichtet vom Zürcher Bildungscamp und lässt die Freiburgerin Mirijam Fromm zu Wort kommen. 

«Living Stones» im Dom von St. Gallen, Blickpunkt Religion, 5. Mai 2019, SRF2 Kultur

Mirijam Fromm führt durch die Kathedrale in Freiburrg, kath.ch

Informationen zu «Living Stones»

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