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Mitarbeitende als wichtige Ressource - Sitzung des Grossen Kirchenrates

11. Dezember 2019 Von: Urban Schwegler

Das Parlament der Katholischen Kirchgemeinde Luzern hat am 11. Dezember ein beinahe ausgeglichenes Budget 2020 verabschiedet. Zu reden gaben auch das Personalmanagement der Kirchgemeinde und die zunehmenden Kirchenaustritte.

Der Grosse Kirchenrat versammelte sich im Pfarreisaal von St. Leodegar, um das Jahresprogramm 2020 mit dem Voranschlag zu beraten. Einstimmig verabschiedete das 30-köpfige Kirchgemeindeparlament das Budget mit einem Aufwandüberschuss von 29‘900 Franken bei einem Gesamtaufwand von 24‘088‘500 Franken. Der Steuerfuss wurde bei 0.25 Einheiten belassen. 

Besonderes Augenmerk auf Personalmarketing

Im Rahmen ihrer Ausführungen zur Finanzplanung hob Kirchmeierin Sibylle Lehman die Investitionen im Personalbereich hervor. Der Stellenplan für das Jahr 2020 sieht 109 Vollzeitstellen vor, im Vorjahr waren es noch rund 105. „Die Kirche versteht sich als verantwortungsvolle Arbeitgeberin. Gut qualifizierte Mitarbeitende sind die Grundlage für eine zukunftsfähige Kirche“, betonte Sibylle Lehmann. Als Tatbeweis gelten unter anderem drei neu geschaffene Lehrstellen im Bereich Infrastruktur in den Pfarreien sowie eine kaufmännische Lehrstelle auf der Geschäftsstelle der Kirchgemeinde. Im Bereich Sozialarbeit wird es zudem eine neue Praktikumsstelle geben.

Ebenfalls mit Personalfragen befasste sich die Antwort des Kirchenrates auf ein Postulat mit dem Titel „Personalmarketing“. Grosskirchenrätin Sandra Felder beantragte, es nicht bei der vorliegenden Antwort zu belassen, sondern das Personalmarketing als bleibende Aufgabe in die Mehrjahresplanung aufzunehmen. „Besonders bei den theologischen Berufen ist der Personalmarkt ausgetrocknet. Damit die Katholische Kirche Stadt Luzern konkurrenzfähig bleibt, bedarf das Personalmarketing besonderer und bleibender Aufmerksamkeit“, begründete Sandra Felder den Antrag, der angenommen wurde.

In seinem Votum zum Postulat bekräftigte Kirchenrat Armando Wigger den Willen des Kirchenrates, in Zukunft ein besonderes Augenmerk auf das Personalmarketing zu richten.

Kirchenaustritte bewegen

Ein neues Postulat mit dem Titel „Kirchenaustritte und seine Folgen“ nahm der Kirchenrat ebenfalls an. Die zunehmenden Kirchenaustritte „lassen aufhorchen und verunsichern“, so die Postulantinnen und Mitunterzeichnenden. Sie fordern den Kirchenrat zur Klärung einer Reihe von Fragen auf, darunter eine Prognose zur Entwicklung der Mitgliederzahlen und der Finanzerträge in den nächsten 10 bis 15 Jahren. Weiter soll das Postulat klären, welche Folgen die zunehmenden Kirchenaustritte für die kirchlichen Angebote, die Immobilien oder die personellen Ressourcen haben könnten.

In der schriftlichen Annahme des Postulats verwies der Kirchenrat auf bereits getroffene Massnahmen wie etwa das Projekt „Zukunftsfähige Kirche“, das im Sommer 2018 umgesetzt wurde. Dieses soll „die vielfältigen Aufgaben der Kirche weiterentwickeln und die Kirche als Stütze für das gemeinschaftliche Leben in der Stadt Luzern erkennbar und erlebbar machen“. Mit den Kirchenaustritten befassen sich zudem zwei von Kirchenrat und Pastoralraumleitung vor einigen Monaten eingesetzte Arbeitsgruppen zu den Themen Kirchenaustritte und Umnutzung der Kirchenräume.

Gudrun Dötsch als erste Pfarreileiterin von St. Maria gewählt

Weiter wählte der Grosse Kirchenrat Gudrun Dötsch zur neuen Pfarreileiterin von St. Maria zu Franziskanern. Sie wird die erste Frau an dieser Stelle sein. Die 55-jährige Theologin ist seit 1998 Pfarreileiterin in Eich. Von 2011 bis 2018 war sie Co-Leiterin des Dekanats Sursee. Den Pastoralraum Oberer Sempachersee leitet sie seit der Errichtung 2017. Sie wird ihre Stelle am 1. August 2020 antreten. Sie folgt auf Cornel Baumgartner, der Ende April 2020 in die altersbedingte Pension geht.

Neuer Geschäftsfüher Stephan Müller wird auch Ratssekretär

Der Grosse Kirchenrat wählte mit Stephan Müller auch einen neuen Ratssekretär. Ab 1. Januar wird er neuer Geschäftsführer der Kirchgemeinde. Dieser amtet jeweils als Sekretär des Grossen Kirchenrates. Stephan Müller (51) war von 2009 bis jetzt Fakultätsmanagers der Theologischen Fakultät der Universität Luzern.

Peter Bischof nach 15 Jahren verabschiedet

Für seinen Vorgänger Peter Bischof, Geschäftsführer der Kirchgemeinde, war es die letzte Sitzung als Ratssekretär des Grossen Kirchenrats. Peter Bischof leitet die Geschäftsstelle der Katholischen Kirchgemeinde Luzern seit 2005. Mitte März 2020 geht er regulär in Pension. Ratspräsident Markus Trüeb verabschiedete Peter Bischof und dankte ihm für sein jahrelanges engagiertes Wirken.

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