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Eingetütet: 100 «Segenstüten zum Mitnehmen» können verteilt werden.

Sternsingen 2021: Digital oder als Take-away

11. Januar 2021 Von: Daniel Lay

Auch das beliebte Sternsingen zum Jahresbeginn fand unter Corona-Bedingungen statt: Die Gruppierungen in den einzelnen Pfarreien zeigten sich erfinderisch.

«Segen bringen und Segen sein»: Unter diesem Motto ziehen die Sternsingerinnen und Sternsinger traditionell am Jahresanfang von Haus zu Haus, singen Lieder, segnen die Häuser (Segen bringen) und sammeln Geld für ein Hilfsprojekt – in diesem Jahr für Caritas-Kinderzentren für Kinder in der Ukraine (Segen sein, vergleiche Artikel in Pfarreiblatt 1/21).

Das Problem, vor dem die Sternsingerinnen und Sternsinger in diesem Jahr standen, liegt auf der Hand. Die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verbieten so ziemlich alles, was den Sternsinger-Brauch ausmacht: Singen und viele verschiedene Menschen treffen. Missio, welche das Sternsingen in der Schweiz koordiniert, rief die Sternsinger-Gruppen dazu auf, kreativ zu sein und auch in diesem Jahr aktiv zu sein: Der Götti der Aktion Sternsingen, der Kinderliedermacher Andrew Bond, sagte in einer Videobotschaft: «Wir müssen auf eine andere Art versuchen, das Licht von dieser besseren Welt zu verteilen.» Folgende Lösungen haben die Sternsingerinnen und Sternsinger in der Stadt Luzern gefunden:

Digitaler Segen

In den Pfarreien St. Anton • St. Michael entschied man sich für eine digitale Variante: Interessierte konnten per WhatsApp oder E-Mail eine Segensbotschaft bestellen. Diese wurde dann von den Sternsingerinnen und Sternsingern auf Video aufgenommen und per E-Mail oder Handy-Nachricht zugestellt. Zusätzlich lagen Segenskleber in den Kirchen auf. Thomas Walpen, der die Arbeiten koordiniert hat, ist zufrieden: «Bis jetzt wurde das Video 148 Mal angesehen.»

100 «Segenstüten zum Mitnehmen»

Einen «realen» Weg beschritt dagegen die Pfarrei St. Paul: Die Sternsingerinnen und Sternsinger packten im Vorfeld «Segenstüten zum Mitnehmen». Die Tüten enthielten unter anderem einen Segen und Weihrauch, um die eigene Wohnung segnen zu können. Die Aktion war ein voller Erfolg wie Organisatorin Rebecca Hutter berichtet: «Wir konnten alle 100 Säckli verteilen.»

Spenden per «Himmelsbrot»-Automat

Die Pfarrei St. Maria zu Franziskanern schliesslich fuhr zweigeleisig: Einerseits arbeitete sie mit der Pfarrei St. Paul zusammen und bot ebenfalls «Segenstüten zum Mitnehmen» an. Andererseits fand sie eine originelle Lösung, um den drohenden Spendenrückgang wegen des Ausfalls der Hausbesuche wenigstens ein bisschen abzufedern: Über den «Himmelsbrot»-Automat in der Franziskanerkirche kann momentan ein Sternsinger-Set mit Weihrauch und Kohle für 5 Franken bezogen werden. Der Erlös geht zu gleichen Teilen an das von Misso unterstütze Projekt und an das Projekt Compass des Kinderheims Hubelmatt.

Trotz dieser kreativen Lösungen sind alle Sternsingerinnen und Sternsinger froh, wenn sie im nächsten Jahr wieder ganz «normal» Segen bringen und Segen sein können.


Spenden für das Sternsinger-Projekt von Missio

www.sternsingen.ch

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