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Weihnachtsbändeli-Teppich liegt zum Ausrollen bereit

6. März 2019 Von: Daniel Lay

Beim traditionellen Kunstprojekt der Pfarrei St. Josef zur Fastenzeit knüpften Freiwillige in diesem Jahr aus Geschenkbändeli einen Teppich. Dabei zeigte sich, dass man «knüpfen» nicht nur wörtlich verstehen sollte und die Bändeli die eine oder andere Überraschung bereithielten.

Weihnachtsbändeli fristen in der Regel ein kurzes, kaum beachtetes Dasein: Kurz vor Weihnachten werden sie – um das Papier zusammenzuhalten – um Geschenke geschlungen oder – gekräuselt oder kunstvoll geformt – als Zierde aufgeklebt. Doch beachtet werden sie dann kaum. Denn es geht ja nicht um die Verpackung, sondern um das, was in drin ist.

Das traditionelle Kunstprojekt zur Fastenzeit im MaiHof von Yvonne Blaser und Claudia Riberzani rückt die Weihnachtsbändeli nun etwas mehr ins Rampenlicht. Sie dienen nämlich als Rohstoff für ein Knüpfprojekt.

Dabei erlebten die beiden Initiantinnen bereits beim Sammeln und Sortieren die ersten Überraschungen: Da sie im Vorfeld des Projekts nicht wussten, ob genügend Bändeli für das Projekt zusammenkommen würden, streuten sie ihren Aufruf zum Sammeln der Weihnachtsbändeli in der Weihnachtszeit sehr breit. Mit dem Ergebnis, dass sie nun –  nach Abschluss des Projekts –  immer noch auf säckeweise Weihnachtsbändeli sitzen. «Die Menge an Weihnachtsbändeli hat uns schon etwas überrascht und ist mit Blick auf die Nachhaltigkeit schon bedenklich», findet Yvonne Blaser. Beim Sortieren der gesammelten Bändeli überraschte dann die Vielfalt an Farben, Muster und Texturen. Ein Umstand, der einem wohl erst auffällt, wenn man sich intensiv mit Weihnachtsbändeli beschäftigt.

Ein Läufer von 20 Metern Länge

In den vergangenen Wochen knüpften und webten nun rund 30 Freiwillige in der Kapelle aus den gesammelten und sortierten Weihnachtsbändeli einen rund einen 1 Meter breiten und 20 Meter langen Läufer. Wobei Knüpfen und Weben nicht nur wörtlich zu verstehen waren, sondern in zweifacher Hinsicht auch im übertragenen Sinn: Einerseits knüpften die Quartierbewohnerinnen und -bewohner während der Arbeit am Teppich auch an ihrem Beziehungsnetz. Andererseits knüpfte das Teppich-Knüpfen mit Weihnachtsbändeli an das «professionelle» Teppich-Knüpfen an und stellte so eine direkte Verbindung zur ökumenischen Kampagne von Fastenopfer und Brot für alle her, die zum 50-Jahr-Jubiläum unter dem Motto «Gemeinsam für starke Frauen. Gemeinsam für eine gerechte Welt» Frauen ins Zentrum stellen. Frauen und Kinder sind es auch, die grossmehrheitlich Teppiche knüpfen.

Das Kunstprojekt zur Fastenzeit wird im Gottesdienst vom Sonntag, 24. März vorgestellt und der Teppich aus den Weihnachtsbändeli, der sich bei der Gestaltung an der Kreuz-Fassade des MaiHof-Turms orientiert, danach auf der MaiHof-Treppe ausgerollt.

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