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Jesuiten und chinesische Astronomie

27. Juli 2018 Von: Daniel Lay

Die zweiteilige Dokumentation thematisiert die jesuitische Mission in China im 16. und 17. Jahrhundert. Die Verbindung von westlicher und fernöstlicher Wissenschaft, insbesondere der Astronomie, spielt dabei eine besondere Rolle.

Teil 1: Die Verbotene Stadt

Der junge italienische Priester Matteo Ricci kam Ende des 16. Jahrhunderts als Jesuit nach China, um das Land zu missionieren. In Asien entdeckte der in Geometrie und Algebra bewanderte Mönch die chinesische Astronomie, ihre Kalender und ihre weit entwickelten Instrumente. Schon bald wurde ihm klar, dass die Kunst der Zeitmessung und der Vorhersage von Himmelsereignissen die Grundlage der kaiserlichen Autorität bildet. 1601 kam Ricci schliesslich nach Peking und dort auch in die Verbotene Stadt; er erhielt die Erlaubnis, sich in der Hauptstadt niederzulassen. Bald konnten ihm weitere Jesuiten aus Europa folgen. Westliche und fernöstliche Wissenschaft kam miteinander in Berührung. Gleichzeitig kam es aber auch zu zahlreichen Konflikten, was 100 Jahre später zur Verbannung der Jesuiten aus China führte.

Samstag, 28. Juli, Arte, 20.15

Teil 2: Der Prozess

Nach Matteo Riccis Tod setzte der Jesuit und Astronom Adam Schall von Bell das Werk seines Vorgängers fort. Der Bürgerkrieg und das tragische Ende des letzten Ming-Kaisers Chongzhen stürzten China ins Chaos. Zu der für den 1. September 1644 angekündigten Sonnenfinsternis benötigten die neuen Machthaber eine zuverlässige Vorhersage. Schall von Bell begann mit der Erstellung eines neuen Kalenders nach westlichem Vorbild, der sich durchsetzen wird, und nutzte die Gelegenheit, die Jesuitenmission neu zu beleben. Nach Wiederherstellung der Ordnung durch die Mandschus wurde Schall von Bell zum Leiter des kaiserlichen astronomischen Instituts berufen – doch bald schon sollten sich die Geschicke gegen die Jesuiten in China richten.

Samstag, 28. Juli, Arte, 21.05

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