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Schaufenster

Foto David Beeler, Pfingstgottesdienst 2018

Leben für die Orgelmusik

25. Juli 2018 Von: Interview mit Urs Fischer von Christine Suter und Armin Huber

Sechs Gottesdienste an einem Wochenende waren vor 55 Jahren üblich. Unser Organist Urs Fischer hat das Kirchengeschehen im St. Karli hautnah miterlebt.

Urs Fischer ist am 1. September 1963 im St. Karli als Hauptorganist in Dienst getreten.

Welche grossen Veränderungen stellen Sie im Gottesdienst fest?

Urs Fischer: Früher gab es natürlich noch keinen Applaus in der Kirche. Der Kirchenchor sang an mindestens drei Hauptgottesdiensten im Monat lateinische Messen. Bei Singmessen bekam ich als Organist die gewünschten Kirchenlieder meistens erst unmittelbar vor dem Gottesdienst auf einem Zettelchen zugesteckt. Die Zahl der Gottesdienstbesucher war um vieles höher!

Wie war früher die Zusammenarbeit ?

Urs Fischer: Je nach Pfarrer oder Chorleiter unterschiedlich; aber immer wohlwollend. Wenn ein Pfarrer die Orgelmusik besonders schätzte, konnte ich während der Messe auch längere Orgelstücke spielen. Es gab bei uns damals eine strikte Trennung zwischen der Arbeit des Organisten, des Chorleiters und des Priesters.

War Organist ihr Hauptberuf?

Urs Fischer:Nein, ich habe immer bei einer Versicherung in der Informatik gearbeitet. Seit längerem bin ich pensioniert und habe mehr Zeit fürs Orgel-Hobby. Meine Familie musste früher am Wochenende viel auf mich verzichten. Dank meines kulanten Vorgesetzten, der in der Pfarrei wohnte, konnte ich auch an Werktagen bei Beerdigungen den Orgeldienst übernehmen.Die Arbeitszeit musste aber stets nachgeholt werden.

Hören Sie während des Orgelspiels den Gesang in der Kirche?

Urs Fischer: Ja, das höre ich sehr gut. Je mehr Gottesdienstbesucher, umso grösser die Freude zu spielen. Bei einer grossen Besucherzahl kann ich an der Orgel mehr Register ziehen und die Orgel tönt voller und mächtiger.

Was ist das Spezielle an unserer Orgel?

Urs Fischer: Ich habe die Orgel in der St. Karli-Kirche schätzen gelernt. Sie ist eine gute Begleitorgel und als Soloinstrument vielfältig. Ich hoffe sehr, dass die Orgelmusik in den Gottesdiensten weiterhin ihren Platz hat und dass zu den Orgeln in den Kirchen der Stadt Luzern Sorge getragen wird.

Wir danken Urs Fischer für seine sehr geschätzten und stets zuverlässigen Orgeldienste in den letzten 55 Jahren. Er wird auch weiterhin für uns an der Orgel sitzen.

 

 

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