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Schaufenster

Altarbild von Théohpile Robert in der Pauluskirche, Luzern

Das grandiose Hochaltarbild

20. August 2018 Von: Paul Hugentobler

Einst heftig umstritten, ist dieses Bild von Théophile Robert in der Kirche St. Paul über die Stadt hinaus berühmt und ein Meisterwerk seiner Zeit.

Es war im Jahre 1911. Imposant zeigte sich die neu erbaute Pauluskirche im Obergrund. Noch aber fehlte das Hochaltarbild. Deshalb eröffnete die Baukommission einen Wettbewerb: die Wand über dem Hochaltar sollte mit einem Fresko bemalt werden. Das Motiv der Kreuzigung Christi war vorgegeben. Sechs Künstler beteiligten sich am Wettbewerb. Den Zuschlag erhielt der jüngste, der Westschweizer Théophile Robert.

Heftiger Widerstand

Aus den Lokalzeitungen der damaligen Zeit erfahren wir, dass die  Wahl von Théophile Robert nicht  einfach hingenommen wurde. Das Luzerner Tagblatt bemängelte, es sei „das Empfinden breitester Schichten der Bevölkerung, dass es Ehrensache der Luzerner Katholiken gewesen wäre, die Arbeit einem Luzerner Künstler zuzuweisen.“ Weiter behauptete das Luzerner Tagblatt, „wenn Roberts Altarbild zur Ausführung käme, dann sei der eklatante Beweis erbracht für spätere Zeiten, mit was für Zerwürfnissen man heutzutage in der Kunst zur rechnen habe.“ Der Autor hielt Robert sogar vor, seine Figuren seien Karikaturen.

Und heute?

Heute haben wir ein einmalig schönes Werk von Théophile Robert in unserer Stadt Luzern, das  bei längerer Betrachtung eine erstaunliche Raumwirkung hat und uns an die byzantinische Kunst erinnert.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Wir laden Sie ein, am 14. September viel Interessantes über den Künstler Théophile Robert (1879-1954) und das Hochaltarbild zu erfahren.


 "Théophile Robert-Abend"

mit Kunsthistorikerin Silvia Amstutz und Peter Schulz, der das Kunstbuch „Théophile Robert“ herausgegeben hat. (Verfasserin Silvia Amstutz).

FR, 14. September, 19.00, Kirche St. Paul mit anschliessender Buchvernissage und Apéro im Paulusheim. Eintritt frei.

 

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