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Porträt

Eine «Oase der Sinne» im Obergrundquartier

Die Pfarrei St. Paul soll eine «Oase der Sinne» sein, die den verschiedensten Menschen eine Heimat bietet. Am südlichen Stadtrand von Luzern, im Obergrund, gelegen, ist sie eine der beiden grössten Pfarreien der Stadt. 2012 wurde sie 100 Jahre alt. 

Wer in Luzern wohnt, kennt ihren imposanten Turm. Die Kirche St. Paul steht wie ein Fels in der Brandung an der vielbefahrenen Obergrundstrasse. Zu beiden Seiten erstrecken sich die Wohngebiete Obergrund und Moosmatt, in denen Menschen aus den verschiedensten sozialen Schichten und Kulturen zuhause sind.  

Die Pfarrei in Kürze

Geschichte: 1912 wurde die Pauluskirche fertig gestellt. 1934 kam das Paulusheim dazu. 2012 wurde  das 100-jährige Bestehen der Pfarrei gefeiert.

Pfarreileben: Viele unterschiedliche Gruppierungen engagieren sich für das Leben in der Pfarrei. Besonders aktiv sind der Blauring und die Jungwacht mit je über 80 Mitgliedern. 

Demographie: 5'800 katholische Einwohner machen St. Paul zu einer der grössten Pfarreien in der Stadt. 33 Prozent der Gläubigen sind unter dreissig Jahre alt, ein Drittel sind zwischen 30 und 60 Jahre alt und das letzte Drittel setzt sich aus Senioren und Seniorinnen zusammen.

Sie sollen durch das Angebot der Pfarrei angesprochen werden. St. Paul will eine Oase der Sinne sein. Je nach Kirchenfest oder Jahreszeit wandelt sich der Kirchenraum. Musik und Liturgie unterstützen die Stimmung. Die Kirche wirkt einladend auf viele Menschen über die Pfarreigrenze hinaus.

Getragen von der Quartier-Bevölkerung

Die Pfarrei St. Paul kann seit 100 Jahren auf die Initiative von vielen Leuten im Quartier zählen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Obergrund ein schnell wachsendes Gebiet. Ein Kirchenbau und eine eigene Pfarrei drängten sich auf. Der Kirchenbau geht auf die Initiative der Quartierbevölkerung zurück. Auch heute lebt die Pfarrei vom Engagement ihrer Mitglieder, sei es in den Jugendverbänden, den Chören oder anderen Gruppierungen. 

Pfarrei am Stadtrand

Die Kirche St. Paul wurde am Stadtrand erbaut. Früher stand dort die sogenannte Studentenkapelle. Gleich daneben lag der Dünkelweiher. Bevor 1909 der Bau der Kirche im Jugendstil begann, wurden am ehemaligen Stadtrand von Luzern, die hohlen Baumstämme genannt «Dünkel» in einem Weiher feucht gehalten. Diese waren damals für die Kanalisation verwendet worden. Die Kapelle erhielt ihren Namen, als sich Studenten während einer Pestseuche hier ausserhalb der Stadtmauern zum Beten und Diskutieren trafen. Den Dünkelweiher gibt es heute nur noch im Namen der «Zunft zum Dünkelweiher», die sich bis heute wie die anderen Luzernerzünfte für das Wohl der Bevölkerung einsetzt.  

Das Paulusheim ist ein Ort der Begegnung

Das Paulusheim ist ein wichtiger Ort der Begegnung in der Pfarrei. Das vor 80 Jahren an die Pauluskirche angebaute Gebäude bietet mit seinen vielen Räumen Platz für Gross- und Kleinanlässe verschiedenster Art. Besonders begehrt ist der grosse, über 300 Personen fassende, elegante Paulussaal. Auf der Bühne des Paulusheims machte Emil Steinberger seine ersten schauspielerischen Erfahrungen.

Kontakt

Pfarrei St. Paul

Moosmattstrasse 13 6005 Luzern

Telefon: 041 229 98 00 st.paul@kathluzern.ch

Öffnungszeiten Pfarreisekretariat:
MO-FR 8.30 - 11.30;
14.00 - 17.00 Uhr
FR bis 16.00 Uhr

Während den Schulferien am Dienstag- und Donnerstagnachmittag geschlossen.

Die Pauluskirche aus der Vogelperspektive. Foto: Marco Vogel

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