KZ Gedenkstätte Dachau - Ein Ort des Vergessens
ERG 3
Spuren und Einfluss von Religionen in Kultur und Gesellschaft erkennen
ERG 3-2
Die Schüler:innen können Rolle und Wirkungen von Religionen und Religionsgemeinschaften in gesellschaftlichen Zusammenhängen einschätzen.
c
können an der Geschichte des Judentums in der Schweiz und Europa Erfahrungen religiöser und kultureller Minderheiten exemplarisch aufzeigen. (Diaspora, Identität, Toleranz, Emanzipation, Antisemitismus, Schoah/Holocaust, öffentliche Anerkennung, Zionismus)
8 Lektionen
9. Klasse
Ort: Extern
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Hinweis
Dieses Modul wird nur als Intensivtage im Rahmen einer Studienreise durchgeführt und eignet sich in Kombination mit den Schulfächern RZG (Räume, Zeiten, Gesellschaften) und Lebenskunde, 10-16 Lektionen / ca. 1½ – 2 Intensivtage.
Zudem Besuch im NS-Dokumentationszentrum in München
Ziele
- Mit dem KZ Dachau lernen die Schüler:innen eine Gedenkstätte zu den Verbrechen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft während des 2. Weltkrieges kennen.
- Die Schüler:innen setzen sich vor Ort aktiv mit dem Thema Holocaust/Schoah auseinander und können die damalige Situation mindestens erahnen.
- Die Schüler:innen wissen, warum es bei uns in der Schweiz bis heute keine Gedenkstätte zum Thema Holocaust/Schoah gibt.
- Mit dem Besuch im NS–Dokumentationszentrum von München erfahren die Schüler:innen die Zusammenhänge der NS-Zeit während des 2. Weltkrieges. Sie verstehen damit auch, welche Verbindung die Stadt München mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus hat.
- Die Schüler:innen setzen sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus mit Blick auf die Gegenwart und Zukunft auseinander.
- Nach dem erfolgten Besuch des KZ-Geländes setzen sich die Schüler:innen mit ihren Gefühlen und Eindrücken auseinander. Das Erlebte wird so verarbeitet.
- Besuch der neuen jüdischen Synagoge am Sankt-Jakobs-Platz mit einem Blick auf das gegenwärtige jüdische Leben in München.
- Die Schüler:innen erkennen, warum auch in der Gegenwart die Erinnerungskultur an den Holocaust wichtig ist. Die Antwort ist so simpel wie niederschmetternd: Weil all die Gewalt, die Unmenschlichkeit und die Millionen Toten noch immer und immer wieder missbraucht, relativiert, angezweifelt und sogar geleugnet werden!
- Die Schüler:innen werden sensibilisiert, sich gegen Vorurteile, Ausgrenzung, Hass, Gleichgültigkeit und für mehr Toleranz, Menschlichkeit und Mitgefühl einzusetzen.
Optional (geeignet für eine Vor- oder Nachbereitung zum Besuch in München)
- ERG-Modul 3.2c-1: Wer ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt.
- Besuch der Gedenkstätte für Flüchtlinge zur Zeit des 2. Weltkrieges in Riehen BS.
- Die Frontistenbewegung in der Schweiz und in Luzern während des 2. Weltkrieges.
- Die Schweiz und der Umgang mit den Opfern des Nationalsozialismus.
- ERG-Modul 2.2c-2: Menschenwürde I – während dem 2. Weltkrieg.