Allerheiligen entgegen

Im Tod ist das Leben Bild: Christiane Raab; pfarrbriefservice.de
Anfang November «feiern» wir Allerheiligen. Wir besuchen die Gräber der Verstorbenen, und erinnern uns an die Menschen, die uns fehlen. Dabei wurde Allerheiligen ursprünglich am Sonntag nach Pfingsten gefeiert.1 Die Verbindung zu Ostern ist also keineswegs neu: Im Zentrum steht die Hoffnung, dass das Leben bei Gott seine Vollendung findet.
Ein «Sonntag, der kein Ende kennt»2
Dass Allerheiligen dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, lädt uns ein, diese Hoffnung neu zu entdecken. Denn jeder Sonntag ist ein kleines Osterfest:3 Wir feiern Jesus Christus, der gestorben und auferstanden ist. In ihm gründet unsere Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Und wir glauben, dass alle Heiligen als Teil der Gemeinschaft Christi bereits in die Vollendung eingegangen sind. Diese Hoffnung gilt auch unseren Verstorbenen. Wenn wir an sie denken, erinnern wir uns an ihre Liebe und an die Spuren, die sie in unserem Leben hinterlassen haben. Wir vertrauen sie Gott an und beten, dass sie bei ihm geborgen sind.
Zeichen der Erinnerung und Hoffnung
Wenn wir in diesen Novembertagen eine Kerze anzünden, ist sie deshalb Zeichen der Erinnerung und der Hoffnung. Denn im Licht von Christus und allen Heiligen dürfen wir für unsere Verstorbenen und für uns hoffen, dass wir einst Gott schauen werden – und in den Genuss «jenes Sonntags, der keine Ende kennt»4 kommen.
1 Vgl. Erzbistum Köln: Feiertag Allerheiligen: Ursprung und Bräuche am 1. November. Online unter: www.erzbistum-koeln.de/presse_und_medien/magazin/Feiertag-Allerheiligen-Ursprung-und-Braeuche-am-1.-November (Stand: 29.09.2026).
2,3 und 4: Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Dies Domini, Nr. 37, Nr. 84.