Deutliche Zustimmung zur Fusion der Kirchgemeinden Reussbühl und Luzern

Die Stimmberechtigten der Kirchgemeinden Reussbühl und Luzern haben der Fusion ihrer Kirchgemeinden klar zugestimmt. Mit einem Ja-Anteil von 94.14 Prozent (Reussbühl) und 95.25 Prozent (Luzern) wurde die Vorlage an der Urne überdeutlich angenommen. Die Wahlbeteiligung lag bei 28.09 Prozent (Reussbühl), respektive 31.27 Prozent (Luzern). Im vollständigen Miteinander arbeitet die fusionierte Kirchgemeinde Luzern nun an der nötigen Kirchenentwicklung: Nachdem auf pastoraler Angebots-Ebene bereits seit 2022 zusammengearbeitet wird, findet die Kooperation jetzt auch auf kirchgemeindlicher Ebene statt. Dies betrifft das Management von Personal, Finanzen, Bauten/Infrastruktur sowie Kommunikation/Marketing.

Die beiden Kirchenräte freuen sich vor der katholischen Kirche Reussbühl über das Abstimmungsergebnis und eine vereinte Kirchgemeinde. Foto: Ingrid Schmid

Die beiden Kirchgemeinden werten das Ergebnis als starkes Zeichen des Vertrauens und als klare Unterstützung für den gemeinsamen Weg in die Zukunft auf allen Ebenen. Die Fusion wird per 1. Januar 2027 in Kraft treten, sofern das Landeskirche-Parlament des Kantons Luzern («Synode») die Fusion am 6. Mai abschliessend genehmigt. Die neue Kirchgemeinde zählt rund 28’000 Mitglieder.

«Die Kirchgemeinde Reussbühl profitiert ab 2027 von den professionellen Strukturen der Kirchgemeinde Luzern.»
Eligius Emmenegger, Präsident Kirchgemeinde Reussbühl

«Es gibt nur noch einen Kirchenrat, ein Budget und eine Rechnung. Das führt zu Synergieeffekten und mehr Schwung für unsere Weiterentwicklung.»
Stephanie Plersch Jurt, Kirchmeierin Kirchgemeinde Luzern

Die fusionierte Kirchgemeinde Luzern ermöglicht weiterhin ein vielfältiges und verbindendes Leben für alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität oder Lebenssituation. Gleichzeitig steht sie vor immensen Herausforderungen. Zuvorderst steht der Bedeutungsverlust der katholischen Kirche in der Gesellschaft. Er führt zu sinkenden Mitgliederzahlen, neun kleiner werdenden Pfarreien und einem eklatanten Fachkräftemangel beim theologisch/ religionspädagogisch geschulten Personal. Gemessen an der Nachfrage führt das wiederum zu einem Zuviel an Kirchen, Kapellen und anderen Räumen. Das laufende Projekt «Weiterentwicklung Pastoralraum» packt diese Herausforderungen strukturell und gestalterisch an.

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