Ein Atelier in der Kapelle

Während drei Monaten wird in der Franziskaner-kirche Kunst geschaffen. Künstlerin Margrit Rosa Schmid freut sich vor Ort auf Gespräche mit Inte-ressierten.

Der Arbeitsplatz von Margrit Rosa Schmid Foto: Mario Stübi

Ein ungewohntes Bild bietet sich seit Mitte Mai in der Franziskanerkirche: In der seitlichen Antoniuskapelle arbeitet eine Künstlerin fast täglich an ihren Bildern, ganz im Stillen. Ihre bisherigen Arbeiten sind auf den Bänken daneben ausgestellt, die Arbeitsmaterialien säuberlich geordnet. Ihr «Atelier» ist aber weiterhin öffentlich, Besuchende können die Kapelle nach wie vor begehen.

 

Durch die Kirchgemeinde ermöglicht

Margrit Rosa Schmid, die Zürcherin mit Reussbühler Wurzeln, arbeitet überwiegend mit Wasserfarben, Farbstiften und Schwarzstift. Während ihrer drei Monaten in der Kapelle will sie zwei Bücher herstellen, die Bezug zum Ort und ihrer Umgebung nehmen. Schmid nutzt damit ein Angebot der Pfarrei, welches im Rahmen von «Zwischenraum» ausgeschrieben wurde. Seit 2024 schreibt die Kirchgemeinde unter diesem Titel ihre wenig bis ungenutzten Räumlichkeiten zur temporären Vermietung aus. Der Grund ist ein altbekannter: «Das Kleid für unsere Kirche in Luzern ist auf die Dauer zu gross», wie es Geschäftsführer Stephan Müller formuliert. Mitunter unsere sinkenden

Mitgliederzahlen haben zur Folge, dass die Kirche nichtbenötigte Räume anderweitig vermietet und so Erfahrungen für eine längerfristig neue Nutzung sammelt.

 

Positive Auswertung

Seit 2024 ist das Projekt im Gange und wurde unlängst qualitativ evaluiert. Diese Ergebnisse zeigen, dass Zwischenraum von den meisten Beteiligten als positiv bewertet wurde. Die Ziele wurden grösstenteils erfüllt und den Beteiligten bereitete das Projekt Freude. Wir als Kirchgemeinde konnten neue Nutzende generieren und uns offen zeigen. Die öffentliche Resonanz sowie die Wahrnehmung der angrenzenden Gemeinden gegenüber den Pfarreien waren ausgesprochen positiv.

 

Austausch erwünscht

Eine solche Nutzende ist Margrit Rosa Schmid. Noch bis Mitte August ist sie in der Antoniuskapelle anzutreffen und freut sich über spontane Gespräche mit Gästen in der Kirche. Ihre Kunst darf dabei vor Ort in die Hand genommen und begutachtet werden.

Mario Stübi

 

Über die Künstlerin

www.margritrosaschmid.ch

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