Forum St. Leodegar zu Besuch im Suva Hauptsitz Luzern

Der erste Anlass 2026 vom Forum St. Leodegar stiess auf ein grosses Echo. Über 80 Personen interessierten sich für den Besuch des Suva-Hauptsitzes auf der Fluhmatt, 50 Personen konnten schliesslich an der spannenden Führung teilnehmen.

Frau Frey gab in ihrem kurzen Referat einen Einblick in die Suva. Prävention, Versicherung und Rehabilitation gehören zum Aufgabenbereich der Suva. Die Suva hat über 2 Millionen versicherte berufstätige Personen und bezahlte im letzten Jahr 4,5 Milliarden Franken an Versicherungsleistungen. 3510 Suva-Mitarbeitende sind an 18 Agenturstandorten tätig, 1250 Mitarbeitende in den beiden Reha-Kliniken Bellikon und Sion. Berufsunfälle gingen stetig zurück, die Freizeitunfälle stiegen dagegen von Jahr zu Jahr und sind seit 1990 in der Mehrheit. Im letzten Jahr gab es 288'000 Freizeitunfälle (34 % Sport und Spiel, 29 % Haus und Garten, 21 % Wandern, Reisen und Ausgehen). Die Suva ist nicht gewinnorientiert und erhält keine Steuergelder; sie ist mit den Prämien- und Kapitalerträgen selbsttragend, und die Überschüsse gehen an die Versicherten zurück.

Einblick in Geschichte und Entwicklung der Suva

Herr Trüeb gab einen spannenden Einblick in die Anfänge des Versicherungswesens in Deutschland und der Schweiz (die erste private Versicherung in der Schweiz war die Schweizer Mobiliar im Jahre 1826), in die Geschichte der Suva und des Gebäudes auf der Fluhmatt. Nach der Niederlage im Sonderbundskrieg bewarb sich der katholische Kanton Luzern erfolglos um die Zuteilung des Nationalmuseums, erhielt dann aber die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt zugeteilt. Auf der Fluhmatt konnte Land von der Familie Zur Gilgen erworben werden. Das Projekt „Wahrzeichen“ der Architekten Pfister aus Zürich wurde in den Jahren 1914/15 gebaut. Nachdem das Gebäude anfänglich als Militärspital genutzt werden musste, konnte die Suva am 1. April 1918 den Betrieb in ihrem Hauptsitz auf der Fluhmatt aufnehmen.

Rundgang durch das historische Gebäude

Der Rundgang führte von der Zivilschutzanlage, gebaut für die Unterbringung von 300 Personen, hinauf in den modernen Konferenzraum im Innenhof und weiter zum Verwaltungsratssaal, dem vollständig in Holz ausgestatteten neobarocken Saal, dem Prunkstück des Gebäudes. Im Suva-Rat sitzen 16 Arbeitnehmervertreter, 16 Arbeitgebervertreter und 8 Vertreter des Bundes. Bereits im ersten Verwaltungsrat gab es 2 Frauen, heute sind 13 Frauen Mitglieder des Rates.

Der Rundgang führte zuletzt in die markante Kuppel des Gebäudes. Darin aufbewahrt ist der Kopf der drehbaren Figur, die bis 1930 auf dem Turmaufbau über der Stadt Luzern thronte.
Der Turmaufbau mit der Terrasse darf aus Sicherheitsgründen nicht mehr betreten werden.
Schöne Ausblicke auf die Stadt, den See und die Berge bieten aber auch diverse Räume des Suva-Hauptsitzes.

Zum Abschluss des Abends genossen 40 Teilnehmende ein gemeinsames Nachtessen im Restaurant Caravelle.

Urs Grüter

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