Nothilfe für Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan

Der Kirchenrat der Katholischen Kirchgemeinde Luzern hat 20‘000 Franken Soforthilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan gesprochen. Der Betrag geht an Caritas Schweiz und wird für Nahrung, Notunterkünfte und medizinische Hilfe eingesetzt.

Ein Mann steht vor seinem zerstörten Haus in Hyderabad. Foto: Caritas Österreich

Seit Juni 2022 wird Pakistan von Monsunüberschwemmungen mit verheerenden Sturzfluten heimgesucht. Über 1000 Menschen verloren ihr Leben, 800’000 Tiere wurden getötet, eine Million Häuser weggespült. Und die sintflutartigen Regenfälle halten weiter an. Durch die Flutkatastrophe wurden bislang 10 Millionen Menschen obdachlos, ihre Lebensgrundlagen wurden vernichtet. Zudem sind weite Teile der Infrastruktur im Land zerstört.

Hilfe läuft über Caritas Österreich

Betroffene in Pakistan brauchen jetzt dringend Hilfe. Diese erfolgt durch Caritas Österreich, die an mehreren Einsatzorten in allen betroffenen Provinzen aktiv ist. Caritas Schweiz unterstützt das Engagement der Caritas Österreich in Pakistan.

Um das Überleben von möglichst vielen Menschen zu sichern, haben derzeit die Verteilung von Essenspaketen und Zelten sowie medizinische Ersthilfe Priorität. Bisher konnten bereits über 8000 Betroffene erreicht werden und weitere Betroffene brauchen Nothilfe. Gefragt sind der Zugang zu sauberem Trinkwasser, Nahrungsmittel, Unterkünfte und sanitäre Einrichtungen sowie medizinische Hilfe.

1,45 Millionen für humanitäres Engagement

Insgesamt stellt die Katholische Kirchgemeinde Luzern im laufenden Jahr rund 450'000 Franken für Entwicklungszusammenarbeit bereit, davon 40'000 Franken für Soforthilfe. Bereits im April sprach der Kirchenrat 20'000 Franken Nothilfe für die Opfer des Ukrainekrieges. 410‘000 Franken fliessen 2022 in Projekte verschiedener Schweizer Hilfswerke in den Ländern des Südens.

Zusätzlich wurde im Mai eine weitere Million Franken aus dem Ertragsüberschuss von 2021 an die Hilfswerke Caritas und Fastenaktion überwiesen. Davon profitieren zu je einem Drittel Opfer des Ukraine-Krieges, Betroffene von Konflikten, die in letzter Zeit in Vergessenheit geraten sind, sowie Geschädigte des Klimawandels.

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