Wahlen 2026: Alle vier Sitze im ersten Wahlgang besetzt

Heute Sonntag, 18. Oktober, wählten die Stimmberechtigten der katholischen Kirchgemeinden Luzern und Reussbühl die Mitglieder des Kirchenrats für die fusionierte Kirchgemeinde Luzern. Im ersten Wahlgang erreichten vier von sechs Kandidat:innen das absolute Mehr. Gewählt sind die bisherigen Kirchenrät:innen Stephanie Plersch Jurt (bisher Luzern), Barbara Sutter (bisher Reussbühl), André Bachmann (bisher Luzern) sowie neu Andrea Emanuele.

Im Rahmen der Gesamterneuerungswahl konnten die Katholik:innen am 18. Oktober vier Mitglieder des fünfköpfigen Kirchenrats, der Exekutive der katholischen Kirchgemeinde Luzern wählen. Der fünfte Sitz steht für ein geistliches Mitglied von Amtes wegen zur Verfügung. Diesen besetzten die Pfarreileitungen im Frühling mit Rafal Lupa, Leitender Priester.

Für die vier vom Volk zu bestimmenden Kirchenratssitze kandidierten sechs Personen. Von ihnen erreichten vier das absolute Mehr von 1662 Stimmen. Gewählt sind:

  • Stephanie Plersch Jurt (2880 Stimmen, bisher Luzern)
  • Barbara Sutter (2270 Stimmen, bisher Reussbühl)
  • André Bachmann (2230 Stimmen, bisher Luzern)
  • Andrea Emanuele (2190 Stimmen, neu).

Damit konnten alle vier Sitze besetzt werden. Es gibt keinen zweiten Wahlgang.

Zu seiner Wahl sagt Kirchenrat André Bachmann: «Ich danke dem Souverän für das mit der Wahl verbundene Vertrauen. Wie angekündigt kann ich die Wahl aus persönlichen Gründen nicht annehmen. Ich werde daher gemäss gesetzlicher Vorgabe beim Synodalrat der römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Luzern mein Entlassungsgesuch einreichen.»

Für seinen Sitz muss nach Vorliegen des genehmigten Entlassungsgesuchs eine Ersatzwahl organisiert werden. Der Termin dazu wird später bekannt gegeben.

Das absolute Mehr haben nicht erreicht:

  • Michael Zeier-Rast (1293 Stimmen bisher Luzern)
  • Bernd Nilles (820 Stimmen, neu).

Die Stimmbeteiligung betrug 15,3 Prozent.

Neue Legislatur startet 2027

Amtsantritt des neu gewählten Kirchenrats ist am 1. Januar 2027. Darüber, wer Präsident:in und wer Kirchmeier:in (Finanzverantwortliche:r) wird, bestimmt der Grosse Kirchenrat, das Kirchgemeinde-Parlament an seiner konstituierenden Sitzung vom 21. Januar 2027. Die Legislatur dauert von 1. Januar 2027 bis 30. Mai 2030. Sie ist verkürzt, weil die Kirchgemeinden Reussbühl und Luzern per 1. Januar 2027 fusionieren.

Kandidat:innen Kirchenrat

André Bachmann (Bisher Luzern; Liste 1, 2)

Persönliche Erklärung bezüglich Rückzug meiner Kandidatur für den Kirchenrat der Katholischen Kirchgemeinde Luzern

An die Mitglieder und Wahlberechtigten der Kirchgemeinden Luzern und Reussbühl

Ich beziehe mich auf die amtliche Publikation der Wahlvorschläge für die Urnenwahl des Kirchenrats.

Aufgrund unvorhergesehener und kurzfristiger Veränderungen der Rahmenbedingungen ist es mir entgegen meiner ursprünglichen Absicht und Zusage nicht mehr möglich, die für das verantwortungsvolle Exekutivamt des Kirchenrats zwingend erforderlichen Ressourcen aufzubringen.

Da eine formelle Änderung der publizierten Wahllisten zum Zeitpunkt meiner Entscheidung rechtlich und organisatorisch nicht mehr möglich war, habe ich den Kirchenrat und die Wahlkommission formell darüber in Kenntnis gesetzt, dass ich eine allfällige Wahl in den Kirchenrat aus persönlichen Gründen nicht annehmen werde.

Ich bedaure diesen Schritt und den damit verbundenen Mehraufwand sehr. Ich bedanke mich bei der Findungskommission für das Vertrauen in der Nominierungsphase und bei meiner Kollegin und meinen Kollegen im Kirchenrat für ihr Verständnis und ihre Unterstützung.

Ich wünsche der Kirchgemeinde und den Kandidierenden eine rege Wahlbeteiligung. Eine Mandatierung durch den Souverän ist die höchste Legitimation und die grösste Wertschätzung und Motivation für dieses anspruchsvolle Amt.

 

Luzern, 10. September 2026

André Bachmann, Kirchenrat

Andrea Emanuele (Neu; Liste 1)

Andrea Emanuele (51) ist in Littau/Luzern aufgewachsen. Die diplomierte Expertin Intensivpflege Pädiatrie NDS HF arbeitet heute als Abteilungsleiterin Ausbildung Pflege FH/HF. Sie ist Präsidentin des Grossen Kirchenrats, im Pfarreirat und Lektorin in der Hofpfarrei, im Vorstand des F*iZ und in diversen freiwilligen Gruppierungen tätig. Andrea Emanuele ist verheiratet, Mutter von drei Kindern und lebt im Wesemlinquartier.

Was motiviert Sie, für den Kirchenrat zu kandidieren?
Der Glaube begleitet mich seit meiner Kindheit und ist für mich eine wichtige Quelle von Orientierung und Gemeinschaft. Ich möchte dazu beitragen, die Kirche als lebendigen Ort der Begegnung, des Austauschs und der Unterstützung weiterzuentwickeln, an dem Menschen jedes Alters willkommen sind. Dabei ist es mir wichtig, Bewährtes zu bewahren und zugleich offen auf gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren.

Welche persönlichen und beruflichen Kompetenzen bringen Sie in das Amt ein?
Durch meine berufliche Tätigkeit lernte ich, analytisch zu denken, Entscheide verantwortungsvoll zu treffen und unterschiedliche Interessen zu integrieren. Ich habe durch meine langjährige Tätigkeit im Gesundheitswesen ein grosses Verständnis für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen. Werte wie Respekt, Empathie und Verlässlichkeit prägen mein Handeln.

Was ist Ihre Vision von der katholischen Kirche in der Stadt Luzern, damit sie gehört und ernst genommen wird?
3. Gottesdienste in ihren vielfältigen Formen sowie der Dienst am Mitmenschen werden auch in Zukunft zentrale Aufgaben der Kirche bleiben. Gleichzeitig verändert sich unsere Gesellschaft stetig, und deshalb muss auch die Kirche bereit sein, sich weiterzuentwickeln. Wichtig ist mir, dass die wertvolle Arbeit der Kirche sichtbarer wird. Dies gelingt nicht nur über das Pfarreiblatt, sondern auch über digitale Kanäle, soziale Medien und durch das persönliche Erzählen von Erfahrungen und Begegnungen. Die Kirche soll dort präsent sein, wo die Menschen leben und ihren Alltag gestalten. Deshalb möchte ich Begegnungsmöglichkeiten schaffen und Räume anbieten, die den Bedürfnissen der Menschen entsprechen, und sie dort erreichen, wo sie stehen.

Welche Anliegen möchten Sie in den Kirchenrat einbringen?
Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die Kirche ein lebendiger Ort der Begegnung für Jung und Alt bleibt. Tradition und Offenheit für Neues sollen dabei ebenso Platz haben wie eine sinnvolle Nutzung unserer kirchlichen Räume.

Bernd Nilles (Neu; Liste 3)

Bernd Nilles (56) ist in Krefeld (D) aufgewachsen und wohnt seit 9 Jahren in Luzern. Nach dem Studium der Sozialwissenschaften arbeitete er für Hilfswerke in Aachen und Brüssel sowie die Landesregierung NRW (Düsseldorf). Seit 2017 leitet er das Hilfswerk Fastenaktion in Luzern. Er hat viel Erfahrung in der Führung von Teams, dem Management von Budgets in Organisationsentwicklung sowie Fragen in nachhaltiger Entwicklung. Bernd Nilles ist verheiratet, hat zwei Kinder (21/24) und mag Wandern, Yoga und Fussball.

Was motiviert Sie, für den Kirchenrat zu kandidieren?
Wir alle erleben in der Welt, aber auch in der Kirche starke Umbrüche. Mein Motto der Kandidatur lautet deshalb «Zukunft gestalten». Ich kandidiere, um mich im Kirchenrat für eine lebendige und mutige Kirche einzusetzen, die sich für eine lebenswerte Zukunft für alle stark macht.

Welche persönlichen und beruflichen Kompetenzen bringen Sie in das Amt ein?
Was mit Jugendarbeit und einem Studiumder Sozialwissenschaften begann,führte zu heute 30 Jahren Berufs- undFührungserfahrung. Seit 2017 leite ichdas Schweizer Hilfswerk Fastenaktion,lebe hier in Luzern mit meiner Familie,engagiere mich im Pfarreirat der Hofkircheund für das Kloster Gerlisberg. InLuzern habe ich zudem ein Nachhaltigkeitsnetzwerkmitgegründet, in demWirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft eng zusammenarbeiten. Entsprechend bringe ich ein grosses Netzwerk sowie Erfahrung im Führen von und in der Zusammenarbeit mit Menschen, in der Organisationsentwicklung sowie in Finanz- und Nachhaltigkeitsfragen mit.

Was ist Ihre Vision von der katholischen Kirche in der Stadt Luzern, damit sie gehört und ernst genommen wird?
Meine Vision ist eine starke, gut organisierte und finanziell gesunde Luzerner Kirche, die bei allem, was sie tut, das Gemeinwohl und die Schwächsten im Blick hat. Eine Kirche, die sich durch Offenheit auszeichnet, denn viele Christinnen und Christen bewegen sich zunehmend ausserhalb der kirchlichen Strukturen – und sie gilt es nicht zu verlieren! Und denen, die in der Kirche mitwirken und ihren Glauben leben, gilt es, eine wichtige Heimat zu bleiben.

Welche Anliegen möchten Sie in den Kirchenrat einbringen?
Gerade in Zeiten, in denen die Mitgliederzahlen unter Druck geraten, braucht es eine sichtbare und profilierte katholische Kirche Stadt Luzern. Im Kirchenrat würde ich gerne dazu beitragen und mich für eine Kirche stark machen, in der Nachhaltigkeit, Vielfalt und Gleichberechtigung keine Fremdwörter sind. Unsere christlichen Werte und vielfältigen Angebote sind gesellschaftlich relevant, stärken den sozialen Zusammenhalt und wirken nachhaltig. Denken wir nur an die Angebote in den Pfarreien für alle Altersgruppen, die Gottesdienste, die Gassenküche und den mutigen Einsatz für Geflüchtete. Wichtig ist mir zudem, dass der Kirchenrat seine strategische Rolle wahrnimmt und damit die kompetenten Mitarbeitenden in der Pastoral, die Gremien und die Geschäftsstelle begleitet und stärkt.

Stephanie Plersch Jurt (Bisher Luzern; Listen 1, 2)

Stephanie Plersch Jurt (46) ist in Deutschland geboren und in der Stadt Luzern aufgewachsen und verwurzelt. Studien der Volkswirtschaft und Rechtswissenschaften bilden die Basis ihrer Aufgabe als Geschäftsführerin der Gabler Systemtechnik GmbH. Über viele Jahre engagierte sie sich bei den Ministrant:innen, den Pfadfinder:innen und im Pfarreirat St. Leodegar. Stephanie Plersch Jurt ist verheiratet und lebt auf dem Gebiet der Pfarrei St. Maria. Seit dem 1. Juni 2022 ist sie Kirchenrätin und Kirchmeierin der Kirchgemeinde Luzern.

Was motiviert Sie, für den Kirchenrat zu kandidieren?
Die Kirche leistet einen wichtigen Beitrag für die Menschen und zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Ich bin bereit, weiter dazu beizutragen, sie lebendig, glaubwürdig und zukunftsfähig zu gestalten. In der laufenden Legislatur wurden wichtige Reformen angestossen. Dafür Mitverantwortung zu übernehmen, diese Reformen konsequent weiterzuführen und nachhaltig zu verankern, motiviert mich, für den Kirchenrat zu kandidieren.

Welche persönlichen und beruflichen Kompetenzen bringen Sie in das Amt ein?
Als Geschäftsführerin eines KMU bringe ich Führungserfahrung, ökonomisches und rechtliches Verständnis sowie strategisches Denken mit. Geprägt hat mich auch mein langjähriges Engagement bei Ministranten, Pfadi und im Pfarreirat. Ich arbeite kooperativ, empathisch und lösungsorientiert. Als Teamplayerin möchte ich Menschen einbeziehen und zugleich Führung und Verantwortung übernehmen, wenn es sie braucht.

Was ist Ihre Vision von der katholischen Kirche in der Stadt Luzern, damit sie gehört und ernst genommen wird?
Erfolgreich zu sein, heisst, tolerant zu sein, und so stehen für mich Toleranz und Respekt gegenüber allen Menschen im Zentrum. Auf dieser Grundlage muss die Kirche wandlungsfähig sein und bleiben. Sie soll Tradition und neue Ideen verbinden und Räume schaffen, in denen sich Jung und Alt angesprochen fühlen. Eine Kirche, die zuhört, gesellschaftliche Veränderungen aufnimmt und gleichzeitig Orientierung bietet, bleibt relevant und wird gehört.

Welche Anliegen möchten Sie in den Kirchenrat einbringen?
Wie begeistern wir Jung und Alt für die Kirche und verbinden Bewährtes mit Neuem? Diese Frage ist für mich noch immer zentral. Dafür braucht es klare Verantwortlichkeiten, eine starke strategische Führung und professionell geführte Veränderungsprozesse. Ich möchte die begonnenen Reformen mittragen bzw. weiterführen und mich für Transparenz, Verbindlichkeit und eine konstruktive Zusammenarbeit der verschiedenen kirchlichen Organisationseinheiten einsetzen.

Barbara Sutter (Bisher Reussbühl; Liste 1)

Barbara Sutter (39) ist als Verantwortliche Bildungsstatistik beim Kanton Luzern tätig. Sie hat in Bern, Lausanne und Lyon Politikwissenschaft studiert und ein CAS in Educational Governance an der Hochschule Luzern absolviert. Barbara Sutter ist verheiratet, Mutter von vier Kindern im Alter zwischen 4 und 10 Jahren und lebt mit ihrer Familie in Reussbühl. Ihre Freizeit verbringt sie in der Natur, beim Musizieren und beim kreativen Gestalten. Ganz besonders geniesst Barbara Sutter das gemütliche Zusammensein mit ihrer Familie und mit Freunden.

Was motiviert Sie, für den Kirchenrat zu kandidieren?
Die bevorstehende Fusion der Kirchgemeinden Luzern und Reussbühl ist ein historischer Meilenstein. Als Mitglied des Kirchenrats Reussbühl habe ich den bisherigen Fusionsprozess aktiv mitgestaltet. Es ist mir ein grosses Anliegen, die Veränderungen gemeinsam zu tragen und Brücken zu bauen. Das motiviert mich, den weiteren Übergang engagiert zu begleiten. Ich möchte Verantwortung übernehmen, die unterschiedlichen Pfarreien und Perspektiven miteinander verbinden und dazu beitragen, die Weichen für eine starke, präsente und zukunftsorientierte Katholische Kirche Stadt Luzern zu stellen.

Welche persönlichen und beruflichen Kompetenzen bringen Sie in das Amt ein?
Beruflich bin ich als VerantwortlicheBildungsstatistik beim Kanton Luzern ander Schnittstelle von Analyse, Verwaltungund Strategie tätig. Ich bin es gewohnt,komplexe Zusammenhänge zuerfassen, entscheidungsrelevanteGrundlagen sorgfältig aufzubereiten undunterschiedliche Perspektiven einzubeziehen.Zudem bringe ich ein fundiertespolitikwissenschaftliches Verständnis fürgesellschaftliche und institutionelleStrukturen mit. Persönlich sind mir Teamfähigkeit, Loyalität und Integritätebenso wichtig wie ein wertschätzender,konsensorientierter Dialog auf Augenhöhe.

Was ist Ihre Vision von der katholischen Kirche in der Stadt Luzern, damit sie gehört und ernst genommen wird?
Meine Vision ist eine offene, transparente Kirche, die ihre Traditionen bewahrt und zugleich offen ist für den gesellschaftlichen Wandel. Sie soll den Dialog mit den Menschen suchen, ihre Anliegen ernst nehmen und ihren Beitrag zum Gemeinwohl sichtbar machen. Kirche  darf sich dabei nicht auf das Verwalten beschränken, sondern soll durch gelebte Solidarität, Gemeinschaft und konkretes Engagement in den Pfarreien und Quartieren präsent und spürbar sein.

Welche Anliegen möchten Sie in den Kirchenrat einbringen?
Besonders am Herzen liegt mir eine erfolgreiche Fusion der beiden Kirchgemeinden, bei der sich die Menschen mitgenommen und ernst genommen fühlen. Ebenso wichtig sind mir eine weitsichtige strategische Ausrichtung angesichts gesellschaftlicher Veränderungen sowie die Stärkung von Zusammenhalt, Solidarität und Miteinander in Luzern.

Michael Zeier-Rast (Bisher Luzern; Liste 2)

Michael Zeier-Rast (63) ist in Luzern aufgewachsen, studierte Theologie und Musiktheaterwissenschaften (München). Seit 1995 tätig als Musikschulleiter, aktuell an der Äntlibuecher Musikschule. Der Pfadfinder ist seit 1990 aktives Mitglied der Pfarrei St. Paul. Von 1998 bis 2004 leitete er das Paulusheim. Seit 2018 Mitglied der Synode, seit 2022 Kirchenrat. Von 2012 bis 2022 war er Grossstadtrat von Luzern DIE MITTE. Er ist verheiratet, Vater von zwei erwachsenen Kindern und zweifacher Grossvater.

Was motiviert Sie, für den Kirchenrat zu kandidieren?
Das Leben in der Kirche hat schon immer zu mir gehört. Dabei durfte ich mich in ganz unterschiedlichen Funktionen engagieren. Seit 2022 bin ich auch Kirchenrat. Das ist für mich Motivation und Verpflichtung genug, mich mit meiner Erfahrung für eine weitere Legislatur zur Verfügung zu stellen. Durch die Glaubensgemeinschaft in St. Paul darf ich mich dabei unterstützt und getragen wissen.

Welche persönlichen und beruflichen Kompetenzen bringen Sie in das Amt ein?
Neben meinen Studien in Theologie habe ich über 30 Jahre Erfahrung als Musikschulleiter. Seit rund 15 Jahren bin ich in unterschiedlichen Parlamenten tätig. Ich bin mit den besonderen Gesetzmässigkeiten von politischen Abläufen vertraut. Seit 4 Jahren bin ich zudem Kirchenrat. Ich kenne den grossen, komplexen und herausfordernden Betrieb und die Aufgaben unserer Kirchgemeinde. Weiter kann ich in Zusammenarbeit mit anderen tragfähige Lösungen entwickeln.

Was ist Ihre Vision von der katholischen Kirche in der Stadt Luzern, damit sie gehört und ernst genommen wird?
«Alles für die Menschlichkeit und ein erfülltes Leben», so lautet die Vision der Katholischen Kirche Stadt Luzern. An dieser Vision habe ich als Kirchenrat mitgearbeitet und möchte diese zum Blühen bringen: im Lebenteilen und gemeinsamen Feiern, im Dienst an Gott und den Menschen, die von Leid und Freud betroffen sind.

Welche Anliegen möchten Sie in den Kirchenrat einbringen?
Die Umsetzung der bereits aufgegleisten Projekte der Katholischen Kirche Stadt Luzern unterstützen; Strukturen bauen, die den Seelsorger:innen ermöglicht, ihre Kernaufgabe – die Begleitung der Menschen – wahrnehmen zu können; durch unsere Kirchen und Pfarreizentren Raum schenken, dass Menschen sich treffen können, um einander und Gott zu begegnen; die Infrastruktur konsequent auf das Ziel 2040 CO2 netto null führen; für die neue Form des Religionsunterrichts unterstützende Rahmenbedingungen schaffen; der Entwicklung der Kirchensteuern Aufmerksamkeit schenken, mit spezieller Verantwortung für die Verwendung der juristischen Steuern; die Kooperation der Kirchgemeinde mit der Landeskirche intensivieren; das Zusammenwachsen der Kirchgemeinden Reussbühl/Luzern mit Sorgfalt begleiten.

Grosser Kirchenrat still gewählt

Die 30 Mitglieder des Grossen Kirchenrats, des Parlaments der Katholischen Kirchgemeinde Luzern, sind in stiller Wahl für die Amtsdauer 2027 bis 2030 gewählt worden. Bis Ablauf der Eingabefrist lagen nicht mehr und nicht weniger Kandidaturen vor, als Sitze zu vergeben sind. Der Kirchenrat hat das Zustandekommen der stillen Wahl am 3. September 2026 festgestellt.

Die gewählten Mitglieder des Grossen Kirchenrats